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Franz und Pauline Stross

 

 

Bald sind es zehn Jahre, dass wir in dieses Heim eingezogen sind und noch immer fühlen wir uns rüstig und unternehmungsfreudig. „Warum geht ihr schon ins Altersheim?“ wurden wir seinerzeit von vielen in missbilligendem Ton gefragt. Warum wirklich?

 

Unsere drei Söhne leben außerhalb Wiens. Somit waren wir in allen Wechselfällen des Lebens auf uns allein angewiesen. Diese Sorge ist uns in der Gemeinschaft eines Heimes abgenommen. Weiters war uns klar, dass uns eine Übersiedlung mit zunehmenden Alter sicher schwerer fallen würde.

 

 

Auch dafür, dass wir uns gerade im St. Carolusheim um Aufnahme bemühten, hatten wir viele Gründe: Günstige Lage im Westen Wiens, weitläufiger Garten, eine günstige Verkehrslage mit einer Haltestelle der Straßenbahn gegenüber dem Eingang des Hauses und nicht zuletzt eine schöne Kapelle im Heim mit der Möglichkeit des täglichen Besuchs des Gottesdienstes. Zu all dem war uns bekannt, das in den letzten Jahren im Zuge der Generalsanierung des Gebäudes eine Modernisierung aller Wohnungen stattgefunden hat. Dass man im Falle einer Erkrankung in der eigenen Wohnung bei freier Ärztewahl gepflegt wird, fiel ebenfalls stark ins Gewicht. Als uns daher von Seiten der Heimleitung eine freigewordene Wohnung angeboten wurde, die unseren Vorstellungen entsprach, zögerten wir nicht lange und entschlossen uns zur Übersiedlung zum frühest möglichen Termin.

 

Unsere positiven Erwartungen, mit denen wir hier eingezogen sind, haben sich bestätigt. Die Sorge, wir könnten vielleicht unseren Bedürfnissen nicht in der gewohnten Weise nachkommen, hat sich als unbegründet erwiesen. Auch zu später Stunde nach einem Konzert- oder Theaterbesuch findet man immer noch Einlass. Als wirklich angenehm finden wir, dass alle Mahlzeiten in die Zimmer serviert werden. Das Essen ist stets reichlich und bekömmlich und erreicht oft hohe Qualität. Bald gewinnt man Kontakt zu den Mitbewohnern, besonders bei Veranstaltungen im Festsaal.

 

Im Laufe der Zeit erkannten wir Möglichkeiten, zum Nutzen der Gemeinschaft tätig zu werden und je nach unseren Interessen und Fähigkeiten Aufgaben teils einzeln, teils gemeinsam zu übernehmen. Neuordnung und laufende Betreuung der reichhaltigen Heimbibliothek mit Herausgabe eines Bücherverzeichnisses, Erstellung von Wohnungsplänen für neu einziehende Bewohner, Veranstaltung von Gesprächsrunden im Gemeinschaftsraum unserer Ebene, Vorträge mit Lichtbildern im Festsaal, Organisation von Konzerten durch den Singkreis Matzen, Lesungen bei den hl. Messen in der Kapelle und Ausländern beim Erlernen der deutschen Sprache zu helfen sind hier als Beispiele anzuführen. Um dies alles zu bewerkstelligen, erwies sich die Anschaffung eines Computers als sinnvoll, obwohl das Erlernen des Umgangs mit dieser Neuerung einige Mühe kostete, leistet er uns ständig gute Dienste. Da mit der Zeit die Kräfte nachlassen und sich das eine oder andere Leiden einstellt, sind wir sehr froh, unser Alter in der Geborgenheit des Carolusheimes verbringen zu können.

 

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